Bus oder Bahn? ... oder Bus und Bahn?

Alles zum Thema Verkehr in Baden-Württemberg, sofern es noch kein eigene Forum gibt.

Bus oder Bahn? ... oder Bus und Bahn?

Beitragvon Werner » 11.07.2005 13:57

Der Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmer (kurz WBO) hat heute via Presse verlauten lassen, dass die Landesregierung mit ihrer Förderung des Schienenverkehrs dafür verantwortlich sei, dass im Ländle in den letzten Wochen drei Bushersteller ihre Produktion eingestellt hätten.
Es ist zwar bedauerlich, dass bei Neoplan, Volvo und Auwärter viele Arbeitsplätze und Knowhow verloren gehen. Dafür aber der Landesregierung eine "ideologisch geprägte Verkehrspolitik" anzulasten, halte ich nicht nur für wenig stringent argumentiert. Ich halte das vielmehr für abstrus, denn wenn der Landesregierung eine ideologische Prägung vorgeworfen werden kann, dann mit Sicherheit bei ihrer Liebe zum Auto. Außerdem ist es einfach so, dass Bushersteller (auch deutsche) z.B. in der Türkei (Mercedes-Benz) oder in Polen (Solaris) viel billiger produzieren als in Baden-Württemberg.
Den Angriff des WBO halte ich für unlogisch und strategisch falsch. Meines Erachtens gehören Bus und Bahn zusammen. Nur gemeinsam stärken sie den Umweltverbund, mit dem den umweltschädlicheren Verkehrsarten Auto und Flugzeug Konkurrenz gemacht werden kann. Wer also versucht, Bus und Bahn gegeneinander auszuspielen, der wird sich über kurz oder lang ins eigene Fleisch schneiden.
Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass einige Busunternehmen überhaupt kein Interesse daran haben, dass sich im ÖPNV etwas entwickelt. Viel lieber wollen sie die Linien fahren, die sie schon seit 50 Jahren unverändert bedienen und natürlich auch bezuschusst bekommen. Aber die Welt ändert sich, und damit auch Verkehrsströme und Bedarf an öffentlichen Verkehrsdienstleistungen. Wer hier keine Chancen sieht, sondern Probleme, der wird den ÖPNV im Land nicht nach vorne bringen.
Ab einer bestimmten Transportleistung (Fahrgastaufkommen, Wegstrecke ...) ist die Schiene viel attraktiver als ein Bus (Komfort, Zuverlässigkeit). Das lässt sich ganz einfach daran ablesen, dass sich Fahrgastaufkommen vervielfachen, wenn Busse durch Bahnen ersetzt werden. Völlig unbestritten ist, dass Busse als Zubringer zu Bahnen unersetzlich sind, denn wenn die Menschen erst einmal im Auto sitzen, dann steigen sie in den seltensten Fällen wieder aus.
Klar ist auch, dass sich ein Bahnbetrieb nicht bis in die kleinsten Dörfer auf der Schwäbischen Alb (oder sonst irgendwo ... nix gegen die Schw. Alb) lohnt. Auch hier brauchen wir ein leistungsfähiges Busnetz.
Was meint ihr?
Werner
 
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Beitragvon knut » 11.07.2005 21:18

Wer direkt im Internet nachlesen will:
http://www.busforum.de/INFOS_NEWS_EVENT ... eoplan.HTM

Der VCD Baden-Württemberg reagierte mit einer eigenen Presseinformation:
[url=http://www.vcd-bw.de/presse/2005/22-2005/index.html]Bus und Bahn ergänzen sich im Umweltverbund
VCD: Kein Verständnis für WBO-Kritik an Schienenverkehr[/url]

Ich finde es ganz faszinierend die aktuelle Presseinformation der WBO mit einer älteren Presseinformation zu vergleichen. In der älteren Presseinformation wurde noch die Subventionierung der Flieger thematisiert, in der neuen nur noch auf Bahnsubventionen geschimpft. Wäre mal interessant zu erfahren, warum die Flugsubventionierung jetzt für die WBO kein Problem mehr ist.

In den Jahren von 1996 bis 2004 wurden der Bahn und anderen im Schienenverkehr
4.185 Mio. € Betriebskostenzuschüsse,
1.499 Mio. € Infrastrukturförderung und
718 Mio. € Schienenfahrzeugförderung bezahlt.

Haben die Busunternehmer eigentlich ihre Straßen eigentlich selbst bezahlt?

Knut
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Re: Bus oder Bahn? ... oder Bus und Bahn?

Beitragvon X73900 » 12.07.2005 08:17

Hi,

Werner hat geschrieben:Der Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmer (kurz WBO) hat heute via Presse verlauten lassen, dass die Landesregierung mit ihrer Förderung des Schienenverkehrs dafür verantwortlich sei, dass im Ländle in den letzten Wochen drei Bushersteller ihre Produktion eingestellt hätten.


Also diesen Verein beobachte ich schon länger argwöhnisch. Die Werbematerialien und Broschüren die ich gesehen habe, scheinen auch eher das Ziel zu haben, Werbung für den Bus auf Kosten der Bahn anstatt auf Kosten des Autos zu machen. Die haben ja auch öfters bei einigen (Bahn-) Reaktivierungs- oder Attraktivierungsprojekten versucht, zu blockieren.

Werner hat geschrieben:Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass einige Busunternehmen überhaupt kein Interesse daran haben, dass sich im ÖPNV etwas entwickelt. Viel lieber wollen sie die Linien fahren, die sie schon seit 50 Jahren unverändert bedienen und natürlich auch bezuschusst bekommen.


Das kann ich insb. für einen flächengroßen Landkreis mit grün-blauem Verkehrsverbund (ist nicht mal ein richtiger VV) im Westen des Landes unterschreiben. Als "Tarifgemeinschaft" hat man sich zusammengeschlossen, kontrolliert damit sowohl die Tarife, die Leistungserstellung und schreibt sich auch den NVP selbst. Von Innovation keine Spur. Abgesehen von den Stadtbussen, die von den Gemeinden initiiert wurden. Aber selbst da schafft man es nicht, die Busse in einem einheitlichen Design zu lackieren sondern fährt in den jeweiligen Unternehmensfarben.
10 Jahre nach ihrer Gründung hat es diese "Tarifgemeinschaft" weder geschafft ein einheitliches Lininnummernschema einzuführen, noch ein Gesmat-Fahrplanbuch für den ganzen Lkr herauszubringen.

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Beitragvon Werner » 12.07.2005 09:32

knut hat geschrieben:Haben die Busunternehmer eigentlich ihre Straßen eigentlich selbst bezahlt?

Eben! Und vor allem auch ... haben die ihre Busse selbst bezahlt?
Der WBO rechnet ja selbst vor, dass er jede Menge Zuschüsse für Busse bekommen hat. Kluge Omnibusunternehmer haben dann für Überlandbusse (sog. Doppelverdiener) Zuschüsse kassiert, die eigentlich für den Linienverkehr im ÖPNV vorgesehen sind, nutzen die Busse aber auch im selbst organisierten Fernreise- und Ausflugsverkehr. Wenn das mal keine Subvention ist ...
Zuletzt geändert von Werner am 12.07.2005 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon admin » 12.07.2005 12:15

Werner hat geschrieben:Und wenn Knut mir jetzt noch sagt, warum das mit dem Zitieren nicht so richtig schön klappt ...

http://www.vcd-forum.de/viewtopic.php?p=180#180
http://www.vcd-forum.de/viewtopic.php?p=181#181
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Beitragvon Werner » 12.07.2005 13:46

Danke, habe es korrigiert.

Gruß
Werner!
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Beitragvon Werner » 12.07.2005 13:52

knut hat geschrieben:Wer direkt im Internet nachlesen will:
http://www.busforum.de/INFOS_NEWS_EVENT ... eoplan.HTM

Allein die Behauptung, eine Bahnfahrt für 5 Personen von Stuttgart nach Freiburg koste mit Normalpreis 292,50 Euro ist völliger Quatsch.
Zum einen legt der WBO hier den Worst Case (ICE-Preis) zu Grunde. Zum anderen ignoriert er völlig, dass es zumindest für BahnCard-Nutzer noch den Mitfahrerrabatt gibt. Mit BahnCard 50 und Mitfahrerrabatt sind wir bei 146,25 Euro.
Davon abgesehen glaube ich nicht, dass es tatsächlich ein Gruppe von 5 Personen gibt, die 300,- Euro für diese Relation bezahlen würde. Die setzen sich eher ins Auto.
Wenn ein Bus als Alternative zur Bahn so toll wäre, dann könnten die Busunternehmer ja mit mehr Komfort (den sie im Verlgeich zur Bahn m.E. nicht haben) oder einer günstigeren Reisezeit werben. Immerhin dauert die Nahverkehrsverbindung mit dem Ba-Wü-Ticket von Stuttgart nach Freiburg mit zweimaligem Umstieg zwischen 3 und 4 Stunden.
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Beitragvon Werner » 19.07.2005 09:40

Und der VCD ist in seiner Kritik nicht allein:
Land und Bahn weisen Kritik der Busbranche zurück

Ministerium: Subventions-Vergleich wegen anderer Rahmenbedingungen unzulässig

Stuttgart - Die von den Omnibusunternehmern angeprangerten staatlichen Subventionen des Regionalverkehrs der Bahn werden vom Innenministerium, der Deutschen Bahn AG (DB) und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) verteidigt.

VON FRANK SCHWAIBOLD

Ein Sprecher des Ministeriums sagte, die Bahn sei ein Massentransportmittel und biete Kapazitäten, die der Bus nie erreichen könne. Daher sei die Bahn "das Rückgrat der Verkehrsbedienung". Zudem verböten "ungleiche Rahmenbedingungen" zwischen dem Nahverkehr auf der Schiene und dem Nahverkehr auf der Straße einen Vergleich, wie ihn der Verband der baden-württembergischen Omnibusunternehmer (WBO) angestellt habe.

Wie berichtet, hat der WBO nach dem Aus für die Bushersteller Neoplan und Auwärter Alarm geschlagen und die Rechnung aufgemacht, dass das Land jeden Kilometer eines DB-Fahrgastes mit 16 Cent subventioniere. Dies führe etwa auf der Strecke Stuttgart-Freiburg dazu, dass das Land die Hin- und Rückfahrt von fünf Personen (jeweils 420 Tarifkilometer Bahnstrecke) mit 336 Euro fördere. Würden die fünf Personen gemeinsam das Baden-Württemberg-Ticket benutzen, zahlten sie zusammen nur 23 Euro für diese Fahrt.

Selbst wenn jeder der fünf Bahnfahrer den regulären Preis (58,50 Euro) bezahlen würde, bliebe der Gesamtbetrag (292,50 Euro) noch unter dem Zuschuss des Landes (336 Euro). Sprich: Der Steuerzahler zahlt für diese Fahrt also einen höheren Subventionsbetrag, als der Bahnkunde für diese Fahrt bezahlen muss.

Dies lässt man im Ministerium so nicht gelten. Das Busgewerbe blende bei dieser Rechnung die Vorteile, die es selbst genieße, bewusst aus, heißt es. Während die Bahn beispielsweise Trassengebühren bezahle, müssten Busse keine Straßennutzungsgebühren bezahlen. Zudem würden Busse ebenfalls gefördert, und sie bekämen die Kosten des Ausbildungsverkehrs teilweise ersetzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern gebe es daher in Baden-Württemberg "eine gut dotierte Busförderung".

Auch bei der Bahn weist man die Kritik des WBO scharf zurück. Eine Sprecherin: "Wir erhalten im Nahverkehr keine Subventionen, sondern wir werden für die Leistungen bezahlt, die wir erbringen." Nach Ansicht des VCD liegt das Problem der deutschen Bushersteller "in der billigeren Konkurrenz aus Osteuropa und der Türkei".

Der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb: "Wer als Busunternehmer die Verkehrsmittel Bus und Bahn gegeneinander ausspielt, schneidet sich ins eigene Fleisch." Busse müssten "sinnvoll abgestimmte Zubringerlinien" zu den Haltestellen sein. Auch für die WBO-Kritik am Baden-Württemberg-Ticket hat der VCD kein Verständnis. Das Ticket gelte in mehr Bussen als Bahnen und werde "von vielen hundert Busfahrern im Land verkauft".

Der Rückgang bei den Fernbusreisen geht laut VCD vor allem auf "die Konkurrenz von steuerfreien Billigflügen zurück, die von
subventionierten Flughäfen starten". Der WBO solle sich daher mit dem VCD "für faire Preise gegen die anhaltende Subventionierung des Flugverkehrs einsetzen".

Aktualisiert: 15.07.2005, 06:18 Uhr Stuttgarter Nachrichten
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Die Kritik ist berechtigt

Beitragvon Thomas » 31.07.2005 22:05

Ihre Kritik am WBO muss ich zurückweisen.
Dieses Jahr habe ich die Folgen dieses unfairen Wettbewerb an eigenen
Leib zu spüren bekommen.So versuchte ich mehrere Wochen
am Wochenende mit dem Reisebus wegzukommen.Leider wurden
alle Fahrten wegen mangelder Beteiligung abgesagt.
Selbst Publikumsrenner wie Europapark rust waren davon
betroffen.Dies ist eindeutig den Dummpingpreisen bei der
Bahn zu verdanken.Sieht so ein fairer Wettbewerb
Von Bahn und Bus aus?Ich hoffe das ich dieses mal
eine Anwort bekomme,da auf meinen Einwand
auf der ofziellen VDC Seite bis heute noch keine
Antwort erfolgt ist
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Beitragvon Werner » 01.08.2005 13:34

Ich bin 100prozentig davon überzeugt, dass die Busse, mit denen die Fahrten hätten stattfinden sollen, auch mit Zuschüssen des Landes gekauft wurden. Insofern denke ich schon, dass die Busunternehmer nicht nur benachteiligt sind. Ganz im Gegenteil: In der Regel profitiert der gesamte ÖPNV dort, wo Bahnstrecken erfolgreich reaktiviert werden können. Nur sind dann eben andere Linien zu fahren als vorher.
Bedauerlicherweise erweisen sich viele - natürlich nicht alle - Busunternehmer als ziemlich störrisch, egal um welche Änderungen es geht.
Und zur speziellen Kritik der "Übersubventionierung" bei den Länder- und Schönes-Wochenende-Tickets: Der VCD fordert schon lange, dass z.B. das Baden-Württemberg-Ticket auch in allen Bussen anerkannt wird.
Würde der WBO mit seinen Mitgliedern in die gleiche Kerbe hauen, dann wäre dieses Ziel sicherlich zu erreichen.
Generell meine ich, dass eine Bahnfahrt attraktiver (komfortabler, zuverlässiger ...) ist als eine Busfahrt. Das zeigen auch die Fahrgastzahlen immer da, wo Busse durch Bahnen ersetzt wurden. Gleichwohl macht es nicht überall Sinn Bahnen fahren zu lassen. Davon abgesehen gibt es ja auch nicht überall Gleisanschlüsse.
Ich denke es ist in jedem Einzelfall notwendig zu prüfen, mit welchem Verkehrsmittel am meisten Fahrgäste für den Umweltverbund gewonnen werden können. Und wie der Begriff Umweltverbund schon suggeriert: Man sollte das gemeinsam tun, nicht gegeneinander.
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Beitragvon Thomas » 01.08.2005 18:02

Werner hat geschrieben:Ich bin 100prozentig davon überzeugt, dass die Busse, mit denen die Fahrten hätten stattfinden sollen, auch mit Zuschüssen des Landes gekauft wurden. Insofern denke ich schon, dass die Busunternehmer nicht nur benachteiligt sind. Ganz im Gegenteil: In der Regel profitiert der gesamte ÖPNV dort, wo Bahnstrecken erfolgreich reaktiviert werden können. Nur sind dann eben andere Linien zu fahren als vorher.
Bedauerlicherweise erweisen sich viele - natürlich nicht alle - Busunternehmer als ziemlich störrisch, egal um welche Änderungen es geht.
Und zur speziellen Kritik der "Übersubventionierung" bei den Länder- und Schönes-Wochenende-Tickets: Der VCD fordert schon lange, dass z.B. das Baden-Württemberg-Ticket auch in allen Bussen anerkannt wird.
Würde der WBO mit seinen Mitgliedern in die gleiche Kerbe hauen, dann wäre dieses Ziel sicherlich zu erreichen.Darf ich mal kutz korriegieren
ich sprach vom Reiseverkher und nicht von den omnibuslinien
Die kosten für den Reisebuss muss doch jeder Busunternehmer
selbst aufbringen oder?
Generell meine ich, dass eine Bahnfahrt attraktiver (komfortabler, zuverlässiger ...) ist als eine Busfahrt. Das zeigen auch die Fahrgastzahlen immer da, wo Busse durch Bahnen ersetzt wurden. Gleichwohl macht es nicht überall Sinn Bahnen fahren zu lassen. Davon abgesehen gibt es ja auch nicht überall Gleisanschlüsse.
Ich denke es ist in jedem Einzelfall notwendig zu prüfen, mit welchem Verkehrsmittel am meisten Fahrgäste für den Umweltverbund gewonnen werden können. Und wie der Begriff Umweltverbund schon suggeriert: Man sollte das gemeinsam tun, nicht gegeneinander.
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Beitragvon knut » 01.08.2005 18:30

Die kosten für den Reisebuss muss doch jeder Busunternehmer
selbst aufbringen oder?

Also wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere wie oft ich mit einem Reisebus in die Schule gefahren worden bin, oder wie ich heute mit einem Reisebus zur Arbeit fahre, dann frage ich mich, ob die Busunternehmer da wirklich eine Trennung machen.

Und Ausnahmen sind das nicht, zumal die "Haltewunschtasten" auch in den Reisebussen drin sind.
Kennt jemand die genauen Förderbedingungen, ob und wie da zwischen Reise- und Linienbus unterschieden wird? Und ob dann später auch eine Kontrolle stattfindet?
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Mein Wunsch an die Bahn Fans

Beitragvon Thomas » 01.08.2005 21:35

Wenn ihr schon so sehr von der Bahn schwärmt,dann sorgt auch dafür
das dieser Saustall auf vordermann kommt.
Der erste und wichtigste Schritt wäre die Schaffung
bundesweit einheitlicher Tarife und Beförderungsbedinungen
für den Nahverkehr.Die Kundencarta muss auch für den
Nahverkehr gelten und nicht nur für die Fahrgäste vom
IC und ICE
Und dann sollten mal endlich Maßnahmen gegen die
Ständigen zugverspätungen in die Wege geleitet
werden. :roll:
Zuletzt geändert von Thomas am 28.07.2006 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Werner » 02.08.2005 08:28

knut hat geschrieben:
Die kosten für den Reisebuss muss doch jeder Busunternehmer
selbst aufbringen oder?

Also wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere wie oft ich mit einem Reisebus in die Schule gefahren worden bin, oder wie ich heute mit einem Reisebus zur Arbeit fahre, dann frage ich mich, ob die Busunternehmer da wirklich eine Trennung machen.
Und Ausnahmen sind das nicht, zumal die "Haltewunschtasten" auch in den Reisebussen drin sind.
Kennt jemand die genauen Förderbedingungen, ob und wie da zwischen Reise- und Linienbus unterschieden wird? Und ob dann später auch eine Kontrolle stattfindet?

Meines Wissens spricht man von einer bestimmten Fahrzeugkategorie als "Doppelverdiener". Das sind Busse, die sowohl im Fernreise- als auch im Regional- und Nahverkehr eingesetzt werden können. Für die ÖPNV-Anwendung sind diese Busse natürlich zuschussfähig - so weit ich weiß entsprechend des beabsichtigten Nutzungsanteils.
Ich bin mir nicht sicher, ob jemand kontrolliert, welche Art von Bussen für Zuschüsse tatsächlich angeschafft werden.
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass nach Anschaffung des Busses keiner mehr kontrolliert, ob und wie oft er im Fernreise- oder im Regional- und Nahverkehr eingesetzt wird.
Wenn jemand die Zuschussrichtlinien besser kennt, lasse ich mich natürlich gerne belehren.
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Re: Mein Wunsch an die Bahn Fans

Beitragvon Werner » 02.08.2005 08:29

Thomas hat geschrieben:Wenn ihr schon so sehr von der Bahn schwärmt,dann sorgt auch dafür das dieser Saustall auf vordermann kommt.

Hier bin ich voll und ganz auf deiner Linie. Ich mache den ganzen Tag fast nichts anderes.
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